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ILLUSTRIERTE KLASSIKER Nr. 213 – Abenteuer im Inneren Nord-Amerikas

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ILLUSTRIERTE KLASSIKER Nr. 213 – Abenteuer im Inneren Nord-Amerikas

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Abenteuer im Inneren Nord-Amerikas – Nr. 213

Cabeza de Vaca ist Mitglied einer Expedition, die 1527 von Spanien aus nach Florida aufbricht, um das Land der spanischen Krone einzuverleiben und vermeintliche unermessliche Reichtümer zu erlangen. Die als Eroberung gemeinte Reise wird zu einer Katastrophe: Nachdem die spanischen Galeeren an der Küste der Neuen Welt zerschellen müssen sich die Expeditionsteilnehmer in kleinen Gruppen in ständiger Auseinandersetzung mit Indianern und der Natur bis zur Pazifikküste Mexikos durchschlagen.

Alvar Nunez Cabeza de Vaca

Die Abenteuer von Alvar Nüñez Cabeza de Vaca sind unglaublich, aber tatsächlich passiert. De Vaca war Offizier auf einer spanischen Galeere, die 1528 eine Expedition unter der Leitung des Konquistadoren Panfilio Narvaez in das damals völlig unerforschte Florida unternahm. Nur vier Männer überlebten jedoch den Schiffbruch und die Kämpfe mit den Eingeborenen. Ihr einziger Weg nach Hause: Als erste Weiße unter Nordamerikas Indianern zu Fuß durch den Süden der USA nach Mexiko zu wandern!

Die Entfernungen hatten sie völlig unterschätzt: Die Wanderung sollte acht Jahre lang dauern. Seine Erlebnisse, die sich auf seine Tagebucheinträge stützen, hat de Vaca 1542 in Spanien veröffentlicht. Die Beschreibungen der Indianer und der Natur des nordamerikanischen Kontinents vor fast 500 Jahren sind von größtem geschichtlichen Quellenwert.

De Vaca und seine Gefährten waren die ersten Europäer, die den südlichen Teil der heutigen USA und den Norden des heutigen Mexikos zu Fuß durchquerten. Dieses Buch ist das erste geschichtliche Dokument, in dem ein Europäer die Natur des Nordamerikanischen Kontinents mit seinen Ureinwohnern beschreibt. Selbst heute noch beeinflussen seine Beobachtungen die Forschung über das Leben und die Sitten der präkolumbianischen Menschen in Nordamerika, denn viele der beschriebenen indianischen Stämme sind heute ausgestorben.

Die Abenteuer seiner Irrfahrt sind in viele Sprachen übersetzt worden und haben viele Autoren inspiriert. Der mexikanische Regisseur Nicolás Echevarría hat die hier beschriebenen Erlebnisse des Entdeckers verfilmt („Cabeza de Vaca", 1991). De Vaca war zu einem ausgesprochenen Indianerfreund geworden und widmete sich den Rest seines Lebens dem Kampf für die Rechte der Ureinwohner.

Gegen die Goldgier seiner Landsleute kam er jedoch nicht an. Als er später (1541-1545) vom spanischen König als Gouverneur von Paraguay eingesetzt wurde, entdeckte er dort als erster Europäer die Wasserfälle von Iguaçu. Allerdings konnte er seine von Menschlichkeit geprägte Politik nicht durchsetzen. Er fiel in Ungnade und verbrachte seinen Lebensabend in Armut in Spanien, wo er 1557 in Sevilla starb.

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